Neue Konzepte für Digitale Chancen

Der Digitale Wandel wird im Medienhaus immer sichtbarer: Im neuen Transaktionszentrum im  Erdgeschoss wird abteilungsübergreifend an bestehenden und neuen digitalen Angeboten gearbeitet. Warum der umgebaute Flügel optimale Voraussetzungen für das Digitalgeschäft schafft, verraten Matthias Kiechle und Günter Ackermann (Foto v.l), die beiden Geschäftsführer der Media Favoriten, im Interview.

Wie haben sich die Media Favoriten entwickelt?Media Favoriten Geschäftsführer Matthias Kiechle (li.) und Günter Ackermann (re.)

Matthias Kiechle: Wir sind mit dem Ziel gestartet, die Online-Aktivitäten abteilungsübergreifend weiterzuführen und erfolgreich weiterzuentwickeln. Ein großer Vorteil dabei ist, dass die Geschäftsführung nun aus Vertretern der  Chefredaktion und des Verlagsbereichs besteht.

Günter Ackermann: Die maßgeblichste Veränderung ist die strikte Ausrichtung an den Nutzerbedürfnissen. Hierbei helfen neue Techniken, wie das Tracking, das es uns möglich macht zu analysieren, wer wann und wie welches Angebot nutzt. Die Verknüpfung dieser Daten ermöglicht es, passgenaue Angebote zu machen. Journalistisch haben wir das Angebot stark ausgebaut. Hier sind  neben suedkurier.de vor allem unser Mobilportal zu nennen und die SÜDKURIER-App. Wir erreichen damit derzeit täglich rund 100.000 Nutzer.

Bei den Media Favoriten sind die Digital-Spezialisten angesiedelt. Welche Abteilungen im Medienhaus sind darüber hinaus inzwischen am Digitalgeschäft beteiligt?

Matthias Kiechle: Es ist aber in der Tat so, dass sich die Digitalstrategie des Hauses durch alle Abteilungen zieht. Die Media Favoriten sind dabei ein Baustein und übernehmen hier eine Vorreiterrolle. Das aber im engen Zusammenspiel mit den anderen Abteilungen und Bereichen – mit Schulterschluss und auf Augenhöhe.

Welche Auswirkungen hat diese Verknüpfung auf die Arbeitsorganisation?

Günter Ackermann: Diese abteilungsübergreifende Ausrichtung auf das Digitale ist ein entscheidender Grund für die Einrichtung der so genannten Transaktionszentrale im Ostflügel des Erdgeschosses. Hier wurden alle Wände eingerissen, was auch sinnbildlich für die Abteilungsgrenzen gilt:  Die Organisationsform nennt sich agiles Produktmanagement. Das heißt, dass Vertreter aus verschiedenen Abteilungen zusammen in Teams an einzelnen Produkten arbeiten. Die Philosophie, die dahinter steht: Verantwortung delegieren und Abteilungsgrenzen überwinden.

Wie sieht denn das neue Raumkonzept aus?

Günter Ackermann: Das Raumkonzept ermöglicht es uns die Organisationsform so zu wählen, dass wir in der Lage sind, auf Veränderungen schnell zu reagieren. Dabei ist die räumliche Nähe ein enormer Vorteil: Mitarbeiter können ohne Umwege direkt miteinander kommunizieren. Ein weiterer Vorteil ist es, dass Arbeitsplätze und die Aufteilung des Raumes jederzeit geändert werden können. Möglich macht dies die Versorgung mit Strom, Licht  und Netzwerkanschlüssen von der Decke aus. So können bei Bedarf neue Produktteams zusammengestellt werden und es gibt mehr soziale Interaktionsfläche, auch zum kreativen Austausch.

Matthias Kiechle: Neben den an den einzelnen  Produkten ausgerichteten Arbeitsplätzen wird es auch Rückzugsmöglichkeiten geben, doch barrierefreie Kommunikation ist das zentrale Ziel der Konzeptionierung.  Und das gilt nicht nur für die Mitarbeiter, die dort ihren Arbeitsplatz haben: Im Lounge-Bereich, den man von der Treppe aus bereits sehen kann, werden unsere Produkte dann erlebbar gemacht. Alle Mitarbeiter sind herzlich in die Begegnungszone eingeladen, wo Austausch und Gespräche erwünscht sind und neue Techniken direkt ausprobiert werden können.

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